Worum geht es uns?

Bürgerinitiative Behrenhoff gegen den Entwurf der 2. Änderung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Vorpommern

Stopp dem unkontrollierten Windkraftausbau!
Hiermit informieren wir alle interessierten Bürger über die Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Ausweisung des Windeignungsgebietes 14/2015 (früher 9/2013) Behrenhoff in der geplanten Ausführung.
Am 12. Mai 2014 hat der Gemeinderat beschlossen, den Entwurf zur 2. Änderung des Regionalen Raumentwicklungsplanes Vorpommern (RREP, Ausweisung neuer Windeignungsgebiete) abzulehnen. Der Ablehnung wurde die von der Arbeitsgruppe Windenergie verfasste Begründung beigefügt.  Der Gemeinderat hat auch am 9.11.2015 (bei 2 Enthaltungen wegen Befangenheit) geschlossen für den Erhalt des Teilflächennutzungs-planes und somit gegen das Eignungsgebiet 14/2015 gestimmt und eine weitere Stellungnahme über das Amt Landhagen eingereicht.

Die Bürgerinitiative ist  Mitglied im landesweiten Aktionsbündnis gegen den unkontrollierten Windkraftausbau (gegründet am 22.11.2014 in Ivenack) , in dem bereits über 50 Bürgerinitiativen und auch Wirtschaftsverbände (z.B. DEHOGA M-V) aus M-V  Mitglied sind bzw. ihre Mitgleidschaft anstreben.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Thematik Windeignungsgebiet:

• Gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schädigungen durch Infraschall (meßbar weiter als 5 km, dringt auch durch massive Wände), Schattenwurf und „Blitze“ , Beleuchtung nachts einschließlich Beleuchtung an den Rotorspitzen ( „Diskoeffekt“ ). Gesundheitliche Schäden sind durch Studien in Europa und den USA belegt.

der Strompreis sinkt nicht !!! Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeisst.
Er wird aufgrund der EEG-Umlage eher teurer.

Inzwischen zahlen die Stromkunden 8 Milliarden € EEG-Umlage jährlich, Tendenz steigend !

• Die Flächeneigner werden nicht enteignet. Im Gegenteil, sie erhalten eine Jahrespacht  von ca. 60.000 € und mehr je Einzelanlage. Im Gegenzug erfahren die Wohngrundstücke eine massive Wertminderung (ca.30% und mehr)

• finanzielle Beteiligung , wie sie der Gemeinde und den Einwohnern im Entwurf angeboten   werden, sind unter dem Strich als Risiko-Investment zu bewerten. Eine 3 MW-Anlage kostet ca.5 Mio. €, eine 7,5 MW-Anlage kostet ca. 13 Mio. €.
Soll eine Kommune, die   bereits verschuldet ist, weitere Kredite in Millionenhöhe aufnehmen? NEIN !!!

• Der Entwurf verstößt in mehreren Punkten gegen im GG (Grundgesetz) für die Bundesrepublik verankerte Grundrechte. Beispielsweise Art.1 Abs. 1 und 3 (Nichtgleichbehandlung bei der Festlegung der Abstandspuffer). Die SPD-geführte Landesregierung hat bewusst die Länderöffnungsklausel verstreichen lassen und bisher die Abstände nicht eindeutig gesetzlich geregelt.
Der Entwurf verstößt auch gegen Art. 28 GG (Planungshoheit der Gemeinden).

• Zerstörung bzw. Verhinderung von Bruthabitaten des Rotmilans, der Fledermäuse u.a.   Störung der Rastgebiete des Kranichs usw.

• der Bezugspunkt für die Abstandspuffer ist vom Gesetzgeber nicht klar definiert.  Wir fordern eine klare Definition ab dem letzten bebauten Grundstück mit einer 10-fachen Entfernung ausgehend von der Bauhöhe der Windkraftanlage die mit ihren Rotorspitzen die Grenze des Eignungsgebietes tangiert (Rotorversatz ins Eignungsgebiet, wie in Bayern). Bei einer üblichen Bauhöhe neuerer Anlagen von ca.200m  wären das 2000 m

• dauerhafte Verschandelung des Landschaftsbildes (Baumhöhen ca. 20 m, moderne   Windkraftanlagen ca. 200 m und mehr)

Die aktuell in 2 Bauanträgen geplanten Anlagen von Enercon  E 126-EP 4 haben eine Gesamthöhe von 198,5 m, 4,2 MW Leistung und einen Schalldruckpegel von 105 (107) dB

Sie sind auf der Grenze des inzwischen aufgehobenen Eignungsgebietes geplant, wobei der Rotorversatz  in den Abstandspuffer zum Wohngebiet ragt. Somit schrumpft der Abstandspuffer von 1000 m auf 936,5 m bzw.                                            von 800 m auf 736,5 m zu den sogenannten Splittersiedlungen (Müssow, Kammin, Stresow)

Blick über den Tellerrand

Darüber hinaus beleuchten wir hier in loser Folge auch Themen, die zwar über die eigentliche Problematik hinausgehen, jedoch das Gesamtsystem dahinter entlarven als das was es  ist.: Eine Konzerndiktatur mit demokratischen Anstrich in einem nicht-souveränen Land.

Update 1.08.2016

Es wurden 2 Bauanträge für insgesamt 13 Windindustrieanlagen der Firma Enercon, Leistung 4,2 MW, Nabenhöhe 135 m , Gesamthöhe 198,5 m von der Naturwind GmbH und der Windpark Behrenhoff GmbH & Co. KG gestellt.

Update 7.5.2019

Es wurden beim STALU Stralsund 2 Bauanträge eingereicht. Es sollen nun Anlagen von General Electric 5,3 MW gebaut werden mit einer Gesamthöhe von 240 m.

 

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"…Das größte Naturzerstörungswerk der letzten 200 Jahre …" (Deutscher Arbeitgeber Verband)